Kurt Tucholsky

(*1880 in Berlin; †1935 in Göteborg)

1915 Promotion zum Dr. iur. Kurz darauf wurde Tucholsky an die Ostfront geschickt.

1918 Rückkehr nach Berlin, wo er bis 1920 die Chefredaktion der satirischen Beilage „Ulk“ im „Berliner Tageblatt“ übernahm. Daneben schrieb er u.a. für „Die Weltbühne“, den “Vorwärts“ und den „Simplicissimus“. 1923 arbeitet er während der Hyperinflation als Privatsekretär für den früheren preußischen Finanzminister Hugo Simon in der Berliner Bank Bett, Simon & Co. Ab 1924 Korrespondent in Paris für „Die Weltbühne“ und die „Vossische Zeitung“. 

Nach längeren Sommeraufenthalten in Schweden mietete Tucholsky 1929 eine Villa in Hindås, um sich dort ständig niederzulassen.

1933 entzieht die nationalsozialistische Regierung Tucholsky die Staatsbürgerschaft, beschlagnahmt sein Vermögen und verbrennt seine Bücher. 1935 stirbt Tucholsky an einer Überdosis Schlaftabletten. Kurz vor seinem Tod schrieb er an seinen Kollegen Arnold Zweig: „Ich habe mit diesem Land [Deutschland], dessen Sprache ich so wenig wie möglich spreche, nichts mehr zu schaffen. Möge es verrecken – möge es Russland erobern – ich bin damit fertig.“

Veröffentlichungen (Auswahl): „Der Zeitsparer“ (1914), „Fromme Gesänge“ (1919), „Deutschland, Deutschland über alles“ (1929 – in Zusammenarbeit mit dem Fotomontagekünstler John Heartfield), „Schloss Gripsholm“ (1931).

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